Newsletter November 2017

Umstellung AdWords Attributionsmodell

Die unterschiedlichen Attributionsmodelle liefern uns wichtige Informationen zur Leistungsbeurteilung unserer Anzeigen. Mithilfe der Attributionsmodelle können wir den Wert bestimmen, der den Klicks zugerechnet werden soll, die zu einer Conversion geführt haben.

Je nach Suchverhalten unserer potenziellen Kunden, können wir unter verschiedenen Modellen das auswählen, welches zu unserem Unternehmen am besten passt. Hieraus ergeben sich einige wesentliche Vorteile. So können potentielle Nutzer früher im Entscheidungsprozess angesprochen werden. Außerdem können Gebote anhand der gewonnenen Informationen zur Anzeigenleistung individuell angepasst werden und somit entscheidend zur Optimierung der Kampagnen beitragen.

Die Attributionsmodellierung ist nur für Klicks auf Suchnetzwerk-Anzeigen und Shopping-Anzeigen auf google.com verfügbar, nicht jedoch für Interaktionen mit Displaynetzwerk-Anzeigen. Berücksichtigt werden nur Conversion-Aktionen auf Websites sowie über Google Analytics erfasste, Anruf- oder importierte Conversions. App-Conversions sowie Conversions im Ladengeschäft werden nicht einbezogen.

Bisher konnten wir wählen, ob wir den Conversion-Wert dem ersten oder letzten Klick zuordnen oder diesen auf mehrere Klicks verteilen. Zu diesen Modellen sind nun zwei neue Arten zur Wertschätzung von Conversions hinzugekommen.

Positionsbasiert: Jeweils 40 % des Wertes werden der zuerst und der zuletzt angeklickten Anzeige und dem entsprechenden Keyword zugerechnet. Die übrigen 20 % werden auf die anderen Klicks im Pfad verteilt.

Datengetrieben: Der Wert der Conversion wird anhand der bisherigen Daten für die jeweilige Conversion-Aktion verteilt. Für datengetriebene Attribution ist eine bestimmte Menge an Daten erforderlich. Im Konto müssen mindestens 15.000 Klicks und für eine Conversion-Aktion mindestens 600 Conversions innerhalb von 30 Tagen erfasst werden, damit dieses Modell genutzt werden kann. Wenn wir im Verlauf von 30 aufeinanderfolgenden Tagen genügend Daten für das Modell erfasst haben, sind diese in AdWords zu sehen. Reichen die Daten nicht aus, wird die Option für datengetriebene Attribution nicht angezeigt.

Beispiel zur Nutzung der neuen Arten:

Sie sind Eigentümer eines Fachgeschäfts zur Maßanfertigung von Herrenanzügen in Berlin. Ein Kunde findet Ihre Website durch einen Klick auf Ihre Anzeigen. Zuvor hat er folgende Begriffe und Kombinationen zur Suche eingegeben: "Maßanfertigung Berlin", "Herrenausstatter Anzüge Berlin", "Schneider Berlin Anzüge" und schließlich "Maßanfertigung Herrenanzüge Berlin". Der Kunde nimmt über das Kontaktformular eine Reservierung zu einer Probe vor, nachdem er auf die Anzeige geklickt hat, die nach der Suchanfrage "Maßanfertigung Herrenanzüge Berlin" eingeblendet wurde.

Beim Attributionsmodell "Positionsbasiert" wird die Conversion den Keywords "Maßanfertigung Berlin" und " Maßanfertigung Herrenanzüge Berlin " zu jeweils 40 % und "Herrenausttatter" sowie "Schneider Berlin Anzüge" zu jeweils 10 % zugeschrieben.

Beim Attributionsmodell "Datengetrieben" bekommt jedes einzelne Keyword den genauen Anteil des Wertes, der sich nach der Berechnung ergibt.

Quelle. https://support.google.com/adwords/answer/6259715?hl=de

Änderungen AdWords Nutzungsbedingungen

Vor wenigen Wochen veröffentlichte Google zahlreiche Änderungen in den Nutzungsbedingungen von Google AdWords. Die wichtigsten Aktualisierungen haben wir nachstehend aufbereitet:

  • Werbetreibenden können sich ab sofort per SMS, Telefon oder E-Mail von Google benachrichtigen lassen, was für mehr Flexibilität sorgen dürfte.
  • Zum Testen von Funktionen und Produkten in AdWords und zur Offenlegung von Programmfehlern wurden neue Vorschriften hinzugefügt.
  • Gemäß Datenschutz-Grundverordnung der EU (DSGVO) und anderer EU-Richtlinien wurden Bedingungen zum Datenschutz ergänzt.

Sobald Sie sich anmelden, um die neuen Bedingungen aufzurufen, werden Sie über alle zutreffenden Optionen informiert. Seitens Google wird Nutzern 45 Tage Zeit gegeben, um die aktualisierten Nutzungsbedingungen zu akzeptieren. Selbstverständlich kann dies auch durch Personen geschehen, die vom Kontoinhaber autorisiert wurden.

Quelle: https://support.google.com/adwords/answer/7444689

Neues Reporting Segment „Tage bis zur Conversion“

In der Oberfläche von Google AdWords wird Werbetreibenden ein neues Segment zum Reporting zur Verfügung gestellt. Nutzer können das neue Segment „Tage bis zur Conversion“ sowohl auf der Keyword-, Anzeigengruppen- und Kampagnenebene zur Aufgliederung und Auswertung von Daten nutzen. Die Neuerung kann außerdem nicht nur in der neuen, sondern auch in der alten Benutzeroberfläche gewählt werden.
Auch wenn bereits zuvor die Möglichkeit bestand, sich mithilfe des „Conversion Lag“ die Tage bis zur Conversion in der Attributionsmodellierung sichtbar zu machen, vergrößert sich der Mehrwert durch die Anwendung auf den unterschiedlichen Ebenen enorm. So ist es von nun an möglich, die Gebote entsprechend zu interpretieren und zur Optimierung auszusteuern.

Quelle: https://searchengineland.com/adwords-adds-days-conversion-segmentation-sales-cycle-insights-285151

Abspaltung Google Shopping Suche

Warum wird die Google Shopping Suche abgespalten

In einem Verfahren der Europäischen Union gegen die Websuche von Google hat die EU-Kommission im Sommer diesen Jahres die Entscheidung getroffen, dass das Unternehmen die Produkt-Suche dermaßen umzustrukturieren hat, dass eine Vorteilsnahme bei der Schaltung von Anzeigen durch Google ausschließt.
Laut Kommission habe Google seine Vormachtstellung ausgenutzt, indem das Unternehmen eigene Dienste zur Produktsuche integriert hat, die nicht in Form von Geboten mit Diensten anderer Unternehmen konkurrieren mussten.

Was sind die resultierenden Folgen

Die Produktsuche ist nach dem Urteil der EU-Kommission bereits ausgelagert worden und konkurriert nun auch in Form von Geboten mit allen vergleichbaren Diensten. Folglich ist es auch allen anderen Onlineshops möglich, die beliebten Positionen über den organischen Suchergebnissen zu ersteigern.
Um zu verhindern, dass sich Google durch entsprechendes Überbieten mithilfe großer Summen einen Wettbewerbsvorteil behält, darf das Unternehmen nicht mehr bieten, als es zur Bewerbung der Produkte verdient.

Welche Auswirkungen dieses Urteil auf den Auktionsmarkt haben wird bleibt abzuwarten. Wahrscheinlich ist vorerst nur, dass sich nun viele Onlineshops an den Auktionen beteiligen werden.

Quelle: https://www.googlewatchblog.de/2017/09/jetzt-google-shopping-onlineshops/amp/

Anpassung AdWords Tagesbudget

Seit dem 04. Oktober 2017 können sich die täglichen Ausgaben für aktivierte Kampagnen verdoppeln. Laut Google erleichtere dies das Erreichen von Kampagnenzielen wie Klicks oder Conversions. So können sich die Kosten an Tagen mit vielen relevanten Zugriffen verdoppeln, während Sie an anderen Tagen unter dem eingestellten Budget liegen.
Das monatliche Abrechnungslimit wird dabei jedoch nicht überschritten und berechnet sich nach der folgenden Formel: durchschnittliche Anzahl von Tagen pro Monat (30,4) x durchschnittliches Tagesbudget.

Grundsätzlich stellt diese Neuerung eine sinnvolle Anpassung dar, weil nun Tage mit wenigen relevanten Zugriffen stärker ausgeglichen werden können. Bisher war eine Erhöhung des Tagesbudgets mit maximal 20% möglich. Problematisch kann sich diese Anpassung jedoch auf Kampagnen auswirken, bei denen die Laufzeit geringer als ein Monat ist, da in diesem Fall kein monatliches Abrechnungslimit zum Tragen kommt. Wie so oft bei solchen Änderungen, heißt es nun mit wachsamen Augen beobachten und abwarten, wie erheblich sich die Auswirkungen letztlich im Einzelfall zeigen.

Quelle: https://support.google.com/adwords/answer/1704443?&hl=de

Online-Recht – Mithaftung

Haftung für Bewertungen und Vorsicht bei Artikelbeschreibungen

Ein aktuelles Urteil des Oberlandesgerichtes in Köln sieht Webseitenbetreiber in der Mithaftung, insofern von Dritten getätigte Werbeaussagen als Eigenwerbung eingestuft werden.
„Von einem Zu-Eigen-Machen ist dabei dann auszugehen, wenn der Portalbetreiber nach außen erkennbar die inhaltliche Verantwortung für die auf seiner Internetseite veröffentlichten Inhalte übernommen hat“ (Urteil vom 04.04.2017, Az.: VI ZR 123/16).
Online-Händler sollten sich also bei kritischen Bewertungen darüber im Klaren sein, dass eine bewusste Veröffentlichung von Kommentaren zu Werbezwecken eine Mithaftung zur Folge haben kann.

Des Weiteren kam das Amtsgericht in Bremen zu dem Urteil, dass sich Werbetreibende bei falschen Angaben in Artikelbeschreibungen nicht auf unabsichtliche Tippfehler berufen können. Infolge dessen haftet der Händler für die falsche Produktbeschreibung (Amtsgericht Bremen, Urteil vom 30.03.2017, Az.:9 C 0010/17).

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